Downtown Miami - Süd-Floridas multikulturelles Herz
Downtown Miami ist das multikulturelle Herz von Groß-Miami, das Banken- und Handelszentrum und Floridas Tor zur Welt, insbesondere nach Mittel- und Südamerika. Die ereignisreiche Geschichte dieser Stadt begann am 28. Juli 1896, als der Traum eines Industriemagnaten und einer Visionärin Wirklichkeit wurden. Es war das Ergebnis eines Geschäftsabschlusses vom Oktober des Vorjahres zwischen "Eisenbahnkönig" Henry Flagler und Julia Tuttle, bekannt als die Mutter Miamis. Tuttle, eine füllige, geschäftstüchtige Witwe aus Cleveland, Ohio, war 1890 mit ihrer Familie in die damals noch nahezu unberührte Wildnis gezogen und hatte ein großes Stück Land am Nordufer des Miami River von ihrem Vater gekauft, für das sie zwar große Pläne aber nicht genügend Geld hatte.
Als Beweis dafür, daß Miami den großen Frost von 1894/95, der ein Großteil der Zitrusernte in Florida zerstört hatte, unbeschadet überstanden hatte, sandte sie Flagler ein paar Orangenblüten. Flaglers Interesse war geweckt und als er 1895 von St. Augustin nach Miami kam, um die Gegend selbst in Augenschein zu nehmen, machte sie ihm ein Angebot, daß er nicht ausschlagen konnte. Tuttle versprach ihm die Hälfte ihres Landbesitzes, wenn er im Gegenzug seine Eisenbahnlinie bis Miami ausbauen würde. Flaglers Eisenbahn erreichte Miami im April 1896, die Gründung der City of Miami erfolgte im Juli und die erste Touristensaison wurde bereits im Januar 1897 eingeläutet mit der feierlichen Eröffnung von Flaglers phantastischem Royal Palm Hotel.
Jachthafen Downtown Miami Killerwal im Miami Zoo Cigarrenmacher, Little Havanna
Im gleichen Jahr sah das prosperierende Miami seinen ersten Kongreß, die Tagung der Internationalen Tobacco Growers Association und definierte seine Zukunft als Touristenmetropole. Tuttles Visionen gingen indes noch weiter. Sie sah Miamis Zukunft nicht nur als Touristenmekka sondern als internationale Drehscheibe und Zentrum für Handel und Verkehr. Noch vor der Jahrhundertwende verkehrten Flaglers Dampfschiffe regelmäßig zwischen Miami und Nassau auf den Bahamas sowie zwischen Miami und Key West und Havanna auf Kuba und legten den Grundstein für eine Kreuzfahrt-Industrie, die Miami zur Welthauptstadt der Kreuzfahrt gemacht hat. Der Boom, den Tuttles und Flaglers historischer Deal ausöste, hält mit wenigen Unterbrechungen bis zum heutigen Tage an und hat Miami zu einer der führenden Weltmetropolen gemacht.
Die mit Abstand einfachste, preiswerteste und eindrucksvollste Art Downtown Miami zu entdecken, ist eine Tour mit dem Metro Mover, einem elektrischen Schienenbus, der auf einer inneren Schleife (Inner Loop) oder einer größeren äußeren Schleife (Outer Loop) Miamis City in etwa 7 Meter Höhe überquert. Kostenlos offeriert dieses vollautomatische Gefährt atemberaubende Eindrücke aus der Vogelperspektive inklusive der eindrucksvollen Fontäne am Eingang zum Bayfront Park, dem Multi-Millionen-Dollar-Neubau der American Airlines Miami Arena, dem geschäftigen Treiben an Miamis Riverfront und natürlich der berühmtem Bayfront Skyline - alles in klimatisierter und, außerhalb der Hauptverkehrszeiten, auch in nahezu ungestörter Atmosphäre.
Nach dem Genuß einer ersten Rundfahrt wäre Government Center Station ein guter Stop für eine schnelle Zwischenmahlzeit in der dortigen Mini-Mall. Über eine Rolltreppe erreicht man das Miami- Dade Cultural Center mit seinen sehenswerten Wasserkaskaden und der mediterranen, künstlerisch verzierten Plaza. Innerhalb des Komplexes befindet sich auch die Public Library, die öffentliche Bibliothek Miamis, der größten im ganzen Süden und das Miami Art Museum mit einer Sammlung alter und moderner Kunstwerke. Wer sich die große Kunst nicht leisten kann, der findet im unvermeidlichen Gift-Shop eine reichhaltige Auswahl an kunstorientierten Gegenständen als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen oder als unvergängliches Andenken.
Metro Mover Donwtown Lincoln Theater, Miami Beach Coco Walk, Coconut Grove Romantisches Dinner
Gegenüber der Plaza lohnt das Historical Museum of Southern Florida einen Besuch insbesondere für Geschichtsinteresssierte. Nächster Stop mit dem Metro Mover ist Knight Center Station, eingebaut in eine Nische des Nations Bank Towers. Entworfen vom berühmten Architekten I. M. Pei ist dieses Gebäude sowohl am Tage als insbesondere auch bei Nacht wegen des wöchentlich wechselnden Farbenspektakels ein Wahrzeichen der Skyline Miamis. Der Aufzug bringt sie in den 11. Stock wo sie eines der am besten gehüteten Geheimnisse von Downtown Miami erwartet - die Sky Lobby. Ein großzügig angelegter Dachgarten mit gemütlichen Sitzecken unter schattigen Bäumen, eine Wasserlandschaft mit einem Pool, in dem man zwar nicht schwimmen aber doch waten kann und ein phantastischer Panoramablick über Downtown Miami und Biscayne Bay belohnen den Entdecker. In Pey`s Place, bietet ein hervorragendes Büffet gute Küche sowohl im stromlinienförmigen Restaurant als auch zum Verzehr am Pool auf der Dachterasse. Bitte planen Sie Ihren Besuch an einem Werktag zu normalen Bürozeiten, da auch dieses Bankgebäude an Wochenenden und Feiertagen geschlossen ist.,
Neben dem Besuch der Kunst-Tempel ist der Metro Mover auch das ideale Gefährt zum Besuch der Kommerz-Tempel, denn man kann fast überall ein- oder aussteigen und natürlich insbesondere an den Shopping-Malls. Während der innere Stadtbereich von kleinen Shops mit Elektronik-Angeboten etc. dominiert wird, ist Bayside Marketplace ein Paradies nicht nur für Shopper. Dieser Open Air Komplex neben dem alten Pier und dem Bayfront Park am Biscayne Boulevard (US 1) offeriert eine Fülle von Marktständen, gehobenen Boutiquen, live Entertainment und eine Auswahl unterschiedlicher Restaurants.
Ein paar Minuten nördlich vom Bayside Marketplace offeriert die Omni International Mall ebenfalls eine Fülle guter Geschäfte mit gängigen Markennamen. Natürlich hat die multikulturelle Bevölkerung Miamis nicht nur die Geschäftswelt in Downtown Miami beeinflußt sondern auch die Gastronomie. Die Palette reicht von regionaler bis internationaler Cuisine in einer Atmosphäre zwischen stillem Bayside Café und festlichem Partyboot. Ausgehen, Essen und Trinken in Downtown Miami ist eine Erfahrung gewürzt mit "Miami Spice", die sich kein Miami-Besucher entgehen lassen sollte.
© B. Carpenter