Islamorada - Zentrum der "Purple Islands" und "Sportfishing Capital of the World" 

Isla Morada ist das Zentrum der „Purple Isles“ Inselgruppe. Spanische Eroberer benannten sie purpurrote Inseln entweder nach den farbenprächtigen Orchideenbäumen und Bougainvillas oder nach einer Schnecke mit violettem Gehäuse, die es zu jener Zeit zu Hauf gegeben haben muss. Islamorada ist aber vor allem als "Sportfishing Capital of the World" (Sportfischer-Hauptstadt der Welt), berühmt für den Fischreichtum vor allem an großen Raubfischen wie Marlin, Sailfisch, Dolphin (natürlich nicht „Flipper“), der auch als Mahi Mahi bekannt ist, Grouper, Kingfish, Snapper, Barracuda und Grouper. Wer das eher entspannende Angeln in den flachen Küstengewässern dem Hochseefischen vorzieht, kann auch hier auf reiche Beute an Tarpon, Bonefish, Redfish und anderen Spezies hoffen.

So ist es nicht verwunderlich, das Islamorada über die größte Charterboot-Flotte in den Keys verfügt und über mehr Sportangel-Rekorde als irgendein anderer Ort der Welt. Das Sportfischen hat hier das ganze Jahr über Saison und zieht Jahr für Jahr Tausende von Sportanglern aus aller Welt an, unter ihnen zahllose Prominenz bis hin zum ehe-maligen US-Präsidenten George Busch. Wer als Anfänger sein Petri Heil versuchen möchte, dem stehen eine Vielzahl von Jachthäfen und Bootsvermietungen aller Klassen mit allen notwendigen Ausrüstungsgegenständen zur Verfügung - mit oder ohne Führung.

Neben dem Angelsport bietet Islamorada ein paar weitere, lohnenswerte Ausflugsziele. Im Windley Key Quarry State Park kann man die Überreste der Korallenformationen bestaunen, die vor 100.000 Jahren die Entstehung der Keys bewirkt haben. Der San Pedro Unterwasser Archäologie Park ist ein Paradies für Taucher, die in den Wracks von 21, mit geraubten Schätzen aus der neuen Welt beladenen spanischen Galleonen, die 1733 während eines Hurrikanes untergingen, auch heute noch nach Goldmünzen und Artefakten suchen.

Ein weiteres Ausflugsziel ist die Lignumvitae State Botanical Site, die mit 5,48 m über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung der Keys darstellt. Benannt nach einer der härtesten Holzarten der Welt, dem „Baum des Lebens“, kann man hier u. a. ein Haus aus dem Jahre 1919 bestaunen, das komplett aus Korallen errichtet worden ist. Ganz in der Nähe befindet die Indian Key Historical Site, in der sich der Sitz der Gemeinde Dade und ein „Wrecker“-Dorf befanden, bevor es 1840 von den Seminole Indianern niedergebrannt wurde.

Legendenumwobenes Kulturerbe, legerer Keys-Lifestyle und die Spannung eines Hochsee– oder Flachwasser Angeltörns machen einen Urlaub in den Keys ganz sicher unvergesslich.


©  B. Carpenter